Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Gemeindemitglieder,
vierhundert Jahre ist sie alt, die Schlagader St. Paulis:
Die Reeperbahn wird in diesem Jahr gefeiert.
Wir würdigen das Jubiläum mit einem Gottesdienst am 19. Juli.
Aber woher kommt der Name des Amüsierboulevards?
Das „Reep“ ist der Grundstoff der Seilmacher. Pinke Figuren am Eingang der Reeperbahn erinnern an sie. Wie kamen die Seil-
macher auf den Kiez? Für immer größere Schiffe brauchte man längere Seile. Um diese winden zu können, wurden immer
längere Bahnen gebraucht. Den Platz dafür fand man 1626
vor den Toren der Stadt, dort wo heute die Reeperbahn ist.
Die Seilmacherkunst hat die Seefahrt erst möglich gemacht.
Seile müssen extremen Belastungen standhalten. Dafür sorgen die verdrillten Stränge.
Schon der weise Prediger Salomo schreibt:
„Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei“.
Bedeutet: Tut euch zusammen, dann entsteht etwas haltbares.
Als Kirche suchen wir den Zusammenhalt auf unserem Kiez.
In einer Zeit, in der das keine Selbstverständlichkeit ist, bieten wir Zeiten und Orte, um Gemeinschaft zu stärken.
In unserer Arbeit sind wir vernetzt mit dem Stadtteil und weit darüber hinaus.
Deutlich wird auch, dass nur der Zusammenhalt mit anderen Kirchen zukünftig dafür sorgen kann, dass wir stark auf St. Pauli bleiben. Das haben wir von den Seilmachern gelernt.
Bleiben wir verbunden.
Wir wünschen Ihnen und Euch einen gesegneten Sommer,
Pastorin Sandra Starfinger
Pastor Sieghard Wilm


