28. August 2020 - 16:25 Uhr

Gemeindebrief September/Oktober/November


Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Leserinnen und Leser,

meine Geschichte auf St. Pauli hat vor vielen Jahren begonnen. Seit 1993 bin ich auf St. Pauli Pastor. Zu der Zeit war der Stadtteil ein anderer, aber auch schon damals: bunt, herzlich, laut, rebellisch, manchmal nervig und natürlich berühmt.

Wie verbinden sich Kirche und Stadtteil? Wie können wir Kirche sein im Stadtteil?
Das sind die Fragen, die mich die Zeit über besonders beschäftigt haben. Wie verbindet sich das Heilige und das Weltliche? In diesem Sinne haben wir die Kirche im Laufe der Jahre immer mehr geöffnet für ganz verschiedene Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen, auch Festivals. Beziehungen und Kontakte in die unterschiedlichen Bereiche des Stadtteils geknüpft und versucht als Kirche auch für Menschen attraktiv zu sein, die keine Beziehungen und Erfahrungen mit Kirche haben. Manchmal ist das gelungen. Unsere Einrichtungen stehen allen Menschen des Stadtteils offen.

Die Beziehung zwischen Kirche und Stadtteil ist schon alt.
1833 wurde Sankt Pauli nach der Kirche benannt und damit heilig gesprochen. Seitdem steckt das Heilige schon im Namen des Stadtteils. St. Pauli soll heilig sein, da mögen einige zweifeln. Aber ich glaube, St. Pauli trägt seinen Namen zurecht.

Ich habe in den Jahren immer wieder festgestellt, dass wir das Heilige an Orten finden, an denen wir es gar nicht erwarten, gerade hier auf St. Pauli, eben da, wo die Sehnsucht nach Leben ist und wo Wünsche lebendig werden, wo aber auch viel Not zu sehen ist. In uns allen schlummert etwas Heiliges und wartet darauf leben zu dürfen. Die Theologin Dorothee Sölle hat einmal gesagt: „Ein Haus in das Wünsche kommen dürfen, bekleidet oder nackt, nennen wir Kirche."
Aber nicht das Kirchengebäude ist Gott heilig, die Menschen sind es.

Nun heißt es für mich nach vielen Jahren Abschied zu nehmen in Zeiten von Corona. Ich gehe in großer Dankbarkeit für die Jahre auf St. Pauli, im Herzen bleibe ich St. Paulianer.
„Das Herz von St. Pauli, das ist meine Heimat ..."

Alles Gute und Gottes Segen wünscht

Ihr St. Pauli Pastor
Martin Paulekun


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Aktuelles

Gemeindebrief Dezember/Januar/Februar

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Gemeindemitglieder, wir haben sie wieder gesehen, die Sterne über St. Pauli, als die Lichter auf der Reeperbahn ausgingen, als das Heiligengeistfeld dunkel blieb. Wo sonst die Neonsterne Partyspaß und Stimmung versprechen, geht jetzt der Blick in die Weite des Himmels.

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Chronik „Kreuz, Anker, Herz"

200 Jahre St. Pauli Kirche – das sind mehr als zwei Jahrhunderte 
 Geschichte vom Kiez und seinen Bewohnern. Vor den Toren Hamburgs begann die kirchliche Arbeit schon im 17. Jahrhundert. 1820 wurde die heutige Kirche am Pinnasberg erbaut und dem Apostel Paulus geweiht. Hier wirkte Clemens Schultz und entwickelte die kirchliche Sozialarbeit in der Nachbarschaft von Hafen und Rotlicht. Heute ist die Kirche ein Ort für „Glaube, Hoffnung und Liebe". Sie stellt sich an die Seite der Schwachen, Ausgegrenzten und Geflüchteten. Sie öffnet ihre Türen für Stadtteil und Kultur. Sie können die Chronik beim Hamburger Abendblatt bestellen unter:

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Ausstellung – Carl Ludwig Wimmel zum 200. Jubiläum der St. Pauli Kirche

Zum 200. Jubiläum der St. Pauli Kirche zeigen wir eine Ausstellung, die sich um den Architekten und ersten Hamburger Stadtplaner Carl Ludwig Wimmel dreht. Kuratiert von Karsten Wagner und konzeptioniert von Anna Manlig, Lara Molenda und David Kraus, werden seltene Exponate zu sehen sein. Unterstützt wird die Ausstellung von der Sutor Bank. Die Ausstellung kann zu den Gottesdiensten sonntags 11 Uhr angesehen werden. Die Chronik kann online beim Hamburger Abendblatt bestellt werden.

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